Lüneburgs Oberbürgermeister hält Lohnforderungen für „utopisch“ - Pressearchiv - Lüneburg

Pressearchiv von Hansestadt und Landkreis Lüneburg

Lüneburgs Oberbürgermeister hält Lohnforderungen für „utopisch“ 8. März 2012 (Hansestadt Lüneburg)

(sp) Lüneburg. Oberbürgermeister Ulrich Mädge nahm heute im NDR Stellung zu den heutigen Warnstreiks im Öffentlichen Dienst. „Jeder kann seine Forderungen auf den Tisch legen, es muss dann allerdings auch Menschen geben, die die Gesamtverantwortung im Blick haben. Wir haben eine Finanzkrise hinter uns, wir haben Nöte in der Finanzierung von Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Sicherung von Arbeitsplätzen.“ Angesichts der jüngsten Abschlüsse auf Landesebene und beim Marburger Bund, die sich zwischen 2 und 3 Prozent bewegen, hält Mädge die Lohnforderungen der Gewerkschaften in Höhe von 6,5 Prozent für „total utopisch“. 6,5 Prozent machten für die Hansestadt Lüneburg mehr als 2 Mio. Euro Mehrausgaben jährlich aus.

Außerdem halte er „die Rituale für veraltet“, so Mädge weiter. „Es ist klar, dass wir nächste Woche wieder zusammensitzen, und dann jetzt, mitten in die Gespräche hinein, gleich mit Warnstreiks zu beginnen. Und dann noch in den Kitas, wo es besonders die berufstätigen Mütter und Väter trifft, das ist unverhältnismäßig.“

Ulrich Mädge sitzt für den Arbeitgeberverband mit in der Tarifkommission, die Verhandlungen werden am Montag in Potsdam fortgesetzt.




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