Pressearchiv von Hansestadt und Landkreis Lüneburg
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Ein Festakt für ein Buch - Denkmaltopographie der Hansestadt 15. Februar 2010 (Hansestadt Lüneburg)

{FOTO Denkmal-Topographie - Baudenkmale in Niedersachsen - Hansestadt Lüneburg - 22.1.Vorstellung des Buchs für die Presse im Rathaus Lüneburghier: v.l. Christian Burgdorff und Hans-Herbert Sellen für den Arbeitskreis Lüneburger Altstadt, der das Projekt unterstützt hat, Dr. Edgar Ring, Dr. Doris Böker, Stadtbaurätin Heike Gundermann, Dr. Reiner Zittlau (Leiter der Bau- und Kunstdenkmalpflege beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, kurz NLD), Verleger Michael Imhoff sowie Dr. Stefan Winghart, Präsident des NLD.}

(sp) Lüneburg. Wenn in einem Buch 10 Jahre intensive Forschungs- und Schreibarbeit stecken, dann darf das fertige Werk gut und gerne gefeiert werden. Das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege (NLD) und die Hansestadt Lüneburg laden am kommenden Sonnabend, 20. Februar, zur feierlichen Buchpräsentation ins Rathaus. Geladenen Gästen und anderen Interessierten wird die Denkmaltopographie Hansestadt Lüneburg vorgestellt. 640 Seiten dick, mehr als 3 Kilo schwer und mit einer CD-Rom ergänzt, die weitere 600 Seiten detaillierte Informationen über Baudenkmäler in Lüneburg umfasst.

Zusammengetragen hat sie Autorin Dr. Doris Böker. „Voraussetzung ist die Erfassung. Wir haben Häuserlisten ausgewertet, Bauakten des Bauamtes, Unterlagen der Brandkasse.“ Entstanden ist ein „sehr, sehr großer Materialpool“. Damit nicht genug. Ausgestattet mit Kamera, Diktiergerät und Taschenlampe hat sich die Wissenschaftlerin in die Häuser der Altstadt aufgemacht. „Ich bin mit den Eigentümern in die Keller und durchs ganze Haus gestiegen, nur bei den Dachböden war ich vorsichtig“, erinnert sie sich an die mehrjährige Vor-Ort-Recherche. Mehr als 1000 Denkmäler hat Dr. Doris Böker auf die Art inspiziert und bewertet. Entstanden ist ein Nachschlagewerk, das „die einzelnen Häuser in den Mittelpunkt stellt“.

NLD-Präsident Dr. Stefan Winghart sieht die Topographie als ein Geschichtsbuch. „Denkmalpflege fängt mit der Beschreibung und Erfassung von Denkmälern an und geht weiter zum Interpretieren der historischen Dimension. Eine Topographie ist der Gipfel der Denkmalpflege-Arbeit.“

Lüneburgs Stadtbaurätin Heike Gundermann, sagt es so: „Die Denkmaltopographie zeigt uns Lüneburgern, in welcher Stadt wir leben, und sie hilft uns als Nachschlagewerk.“ Denkmalpfleger Dr. Edgar Ring ergänzt: „Wir haben noch nie über so viele Daten verfügt wie jetzt. Und je mehr Informationen da sind, desto mehr identifizieren sich die Eigentümer.“ Die Hansestadt hat das mit vielen Karten, Grafiken, Zeichnungen, Luftbildern und Fotos geschmückte Werk mit 9000 Euro für die Druckkosten bezuschusst. Der Arbeitskreis Lüneburger Altstadt hat einen Beitrag zur reichen Bebilderung geleistet.

Am kommenden Sonnabend ist Gelegenheit, das Buch zu begutachten und von der Autorin signieren zu lassen. Um 14 Uhr begrüßt OB Mädge die Gäste im Huldigungssaal, Dr. Winghart erklärt erläutert die Entstehung des Buchs. Um 15 Uhr führt Denkmalpfleger Dr. Ring durch das Alte Lüneburger Rathaus.

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