Keine Schule: Auch Eltern können entscheiden
13. Januar 2010 (Landkreis und Hansestadt Lüneburg)
(lk/sp) Insgesamt drei Mal ist diesen Winter die Schule ausgefallen, zwei Mal allein in dieser Woche. Heute fand der Unterricht wieder regulär statt. Ob es Schulausfall gibt oder nicht, diese Entscheidung fällt der Landkreis Lüneburg in den Wintermonaten jeden Tag aufs Neue.
„Wir haben im Landkreis Lüneburg rund 28.500 Schülerinnen und Schüler, von denen 12.800 mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule kommen. Da haben wir eine besondere Verpflichtung und treffen deshalb keine leichtfertigen Entscheidungen“, erklärt Landrat Manfred Nahrstedt. Doch die Entscheidungsbefugnis liegt nicht allein beim Landkreis, sondern die Eltern tragen auch selbst eine Verantwortung.
Bei extremen Witterungsverhältnissen können und müssen Eltern selbst entscheiden, ob sie ihr Kind zur Schule lassen oder gegebenenfalls früher abholen und das auch dann, wenn kein Schulfrei angeordnet ist. Das gilt für alle Schulkinder des Primar- und des Sekundarbereichs I. Doch auch wenn der Unterricht offiziell ausfällt, ist eine Betreuung der Kinder in den Schulen gewährleistet.
Nahrstedt erläutert das Verfahren: „Die Entscheidung bei uns ist immer eine Risikoabwägung, die wir mit verschiedenen Stellen absprechen." Bei Winterwetter startet gegen 4:00 Uhr morgens ein erster Telefonrundruf. Der zuständige Mitarbeiter des Landkreises holt bei Polizei, Einsatzleitstelle, Straßenmeisterei und den Busunternehmen eine Einschätzung der Verkehrslage ein. Spätestens gegen 5:30 Uhr fällt dann die endgültige Entscheidung: Kann der Schülertransport sicher abgewickelt werden oder nicht.