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Neues Museum: Kompakter Entwurf, der sich städtebaulich gut einfügt 04. Mai 2010 (Hansestadt Lüneburg)

{FOTO Der Architekt Jörg Springer bei der Vorstellung in der Handwerkskammer.}

(sp) Lüneburg. Das Büro Springer Architekten aus Berlin soll den Erweiterungsbau für das Fürstentum-Museum realisieren. Der endgültige Zuschlag im Vergabeverfahren erfolgt nach der Zustimmung der städtischen Gremien. Bei einem Pressegespräch in der Handwerkskammer erläuterten Stadtbaurätin Heike Gundermann als Leiterin der Auswahlkommission und Heiko Dörbaum, Vorsitzender des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung, die Entscheidung und stellten den Entwurf vor.

Verschiedene Fragestellungen flossen in die Bewertung der zuletzt neun Architekturbüros und ihrer Entwürfe mit ein. Eine große Rolle spielten architektonische Qualität, Funktionalität und städtebauliche Einbindung, weitere Faktoren waren Wirtschaftlichkeit, Erschließung und auch die Präsentation selbst. „Dabei stand der Entwurf nicht losgelöst im Mittelpunkt, sondern wir wollten demjenigen den Auftrag erteilen, den wir für den Geeignetsten halten“, sagt Heike Gundermann.


Das Büro Springer Architekten landete in der Auswahl der Kommission schließlich deutlich auf dem ersten Platz. „Das Angebot erzielte knapp 88 von möglichen 100 Prozent Nutzwert. Das waren gut 15 Prozent mehr als der Nächstplatzierte. Das folgende Feld lag dann recht dicht zusammen, so dass die Kommission auf die Erstellung einer Rangliste verzichtet hat“, so Gundermann.

Bauausschuss-Vorsitzender Heiko Dörbaum lobte die Zusammensetzung der Auswahlkommission. Mitberaten hatten neben Vertretern von Bau- und Kulturausschuss sowie der Museen und der Fördermittelgeber u.a. Fachberater, allen voran die Architekten Prof. Volkwin Marg (Hamburg), Prof. Wolfgang Lorch (Darmstadt) und Michael Bräuer (Rostock). „Es war hilfreich, wenn die externen Architekten die Präsentationen und Entwürfe der vorstellenden Architekten noch einmal aus ihrer fachlichen Sicht eingeordnet und bewertet haben. Es mussten ja sehr verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Insofern war es ein beeindruckendes Verfahren.“

{FOTO Der Springer-Entwurf für den Erweiterungsbau des Museums von der Ilmenauseite her.}

Der endgültige Entwurf kann und soll sich durchaus noch verändern. Was die Kommission überzeugt hat, fasst Heike Gundermann so zusammen: „Es ist ein sehr kompakter Entwurf, der sich städtebaulich sehr gut einfügt und der Bezug nimmt auf den Ort. Es ist eine sehr gute Ergänzung der Stadt an der Stelle." Der endgültige Zuschlag im Vergabeverfahren erfolgt nach der Zustimmung der städtischen Gremien.

Eine öffentliche Ausstellung aller Entwürfe aus der Endrunde ist angedacht. Stadtbaurätin Gundermann: „Wir würden sehr gerne eine Ausstellung machen, damit sich die Bürgerinnen und Bürger in Lüneburg ein Bild machen kann. Wir müssen aber zuvor noch den rechtlichen Rahmen klären.“

Foto: Hansestadt Lüneburg / Dieter Krügel

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