Eisvogel-Brutkasten an der Ilmenau
{FOTO Eisvogel im Winter (Foto: pixelio/Frank Güllmeister)}
Im Jahr 2009 ist der Eisvogel (lat. Alcedo atthis) erneut Vogel des Jahres. Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) hat den farbenfrohen Vogel damit nach 1973 zum zweiten Mal als Symbolvogel gewählt, um für den Gewässerschutz zu werben. Der Eisvogel benötigt zum Überleben besonders saubere und naturnahe Wasserläufe. In Deutschland gibt es nach Angaben des NABU etwa 5.600 bis 8.000 Brutpaare. An der Ilmenau und ihren Nebenflüsschen leben im Landkreis Lüneburg gleich mehrere Eisvogelpärchen. Die kleinen Jäger sind dort ganzjährig auf der Suche nach Fischen und und ziehen im Frühjahr in Bruthöhlen am Ufer ihre Jungen auf.
Im Stadtgebiet Lüneburg hat der Landkreis drei Bruthöhlen an der Ilmenau aufgestellt, um den Eisvögeln das Nisten zu erleichtern. Am Flussverlauf gibt es noch mehr solche Nisthilfen, die aus einem Schutzkasten um die Nisthöhle aus Lehm und einem Brett mit Eingangsloch bestehen. Wenn der Frühling anfängt, also etwa ab Ende Februar oder Anfang März, beziehen die "fliegenden Diamanten" ihre Bruthöhlen. Mit Hilfe unserer Webcams können Sie die Eisvögel ganz aus der Nähe bei der Brutaufzucht beobachten, ohne sie zu stören.
In den frostreichen Wintern 2009/10 und 2010/11 haben viele Eisvögel an der Ilmenau zu wenig Futter gefunden und sind deshalb verhungert oder abgewandert. An kleineren Bächen wie dem Hasenburger Bach haben einige der geschützten Vögel überlebt und bauen nun die Population langsam wieder auf. In den kommenden Jahren werden sich die Eisvögel auch wieder in den Nisthilfen an der Ilmenau ansiedeln. So lange nutzen, besonders im Winter, auch andere Vogelarten die Kästen als Übernachtungsmöglichkeit.
Mit Kamera 1 können Sie die Umgebung einer Eisvogel-Bruthöhle an der Ilmenau beobachten. Dabei schwenkt die Kamera selbstständig im Minutentakt über das Ilmenau-Panorama.
Mit Kamera 2 können Sie direkt in das Innere einer Eisvogel-Bruthöhle blicken. Um die Vögel nicht zu irritieren, handelt es sich um eine Infrarot-Kamera, die ohne sichtbares Licht auskommt — sie sendet daher nur Schwarzweißbilder. Die Kamera blickt von oben in die Nisthöhle. Am unteren Bildrand ist die Röhre zu erkennen, durch die die Vögel von der Ilmenau her einfliegen.
Haben Sie ein bisschen Geduld, bis sich der Eisvogel wieder vor der Kamera blicken lässt. Viel Spaß beim Beobachten!